Fazit nach einem Jahr Selbstständigkeit

Und Dann machen wir dieses "STorytelling"

Gründung: 1. Dezember 2016

Dauer: 1 Jahr

Kunden: 23

Aufträge: 46

Rechnungen: 30

Gesendete Mails: 575

Gespeicherte Word-Dokumente: 433

R.I.P. Storytelling

Zuerst die schlechte Nachricht: Die Vermarktung als Storytelling-Experte hat nicht funktioniert. Das war eigentlich mein Alleinstellungsmerkmal. „Sie müssen sich von der Texter-Masse abheben“, hat mein Gründungscoach zu mir gesagt. Also habe ich mich als freiberuflicher Storyteller bei Agenturen und Unternehmen vorgestellt. Für die war mein Storytelling-Ansatz zwar interessant, aber es fehlte die praktische Verwendung dafür. Sie wollten (verständlicherweise) von mir konkrete Beispiele sehen, in denen ich Storytelling erfolgreich im Marketing eingesetzt habe. Und bis auf die Theaterstücke aus meiner Jugendzeit hatte ich nichts vorzuweisen. Ein Teufelskreis: Wenn man mich nicht lässt, kann ich auch nichts zeigen.

Es ist mir egal

Und jetzt die gute Nachricht: Ich brauche gar kein Storytelling, um als Freelancer bestehen zu können. Die Nachfrage nach guten Texten und kreativen Ideen ist groß genug. Meine Kunden schätzen an mir die Kombination aus SEO-Texter und Kreativ-Konzeptioner, die ich ihnen aufgrund meines Werdegangs bieten kann. Inzwischen entwickle ich für sie crossmedial – von Facebook-Kampagnen über Blog-Konzepte bis hin zu TV-Spots. Und genau diese Vielseitigkeit liebe ich so an meiner Tätigkeit und habe ich als Angestellter vermisst. Ich will mich ausprobieren und mit jeder Aufgabe dazulernen. Bisher waren alle meine Kunden mit den Ergebnissen zufrieden – also muss ich mich gar nicht festlegen.

Mein Fazit: Freiheit

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass Storytelling viel Potenzial hat, um Kommunikation zu emotionalisieren. Aber das setze ich jetzt einfach nach Bedarf bei einzelnen Aufträgen ein, ohne meinen Kunden das ganze Storytelling-Konstrukt erklären zu müssen. Denn kaum jemand sucht einen Storyteller. Aber viele suchen einen guten Texter oder Konzeptioner, der bei der emotionalen Kommunikation hilft.

TOP 3 Erkenntnisse

1. Aufträge kommen selten über Akquise, sondern meistens über Kontakte von Kontakten. Deshalb ist Rausgehen und Netzwerken so wichtig. Und man sollte immer Visitenkarten dabeihaben.

 

2. Viele Kunden brauchen Angebote, Texte oder Ideen bis spätestens morgen. Und dann bleiben sie mindestens drei Wochen lang liegen. Also immer Ruhe bewahren und eins nach dem anderen abarbeiten.

 

3. Ich kann nicht alles selber machen. Anfangs hatte ich noch Zeit für Buchhaltung, Business-Plan, Webseite, Social Media, Blog, Akquise – und der bunte Mix hat mir viel Spaß gemacht. Jetzt muss ich meine Arbeitszeit immer effizienter einteilen und mir Unterstützung suchen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Erik F (Dienstag, 05 Dezember 2017 21:55)

    Hey Andi,
    schön das du im wilden Freelancer Dasein Fuß fassen konntest. Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg und bin gespannt noch mehr von dir zu hören und zu lesen.

    Gruß

    Erik